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Hausaufgabenbetreuung in der Grundschule: Bilanz nach 2 Jahren

Nunmehr seit zwei Schuljahren betreuen die Asylhelfer, die vor dieser Zeit Deutschunterricht für Asylsuchende angeboten haben, jetzt die Kinder der Asylbewerber bzw. ausländischer Familien. Sie unterstützen bei den Hausaufgaben, da die eigenen Eltern mangels Sprachkenntnissen oder mangels Schulbildung ihren Kindern nicht helfen können.

Dabei geht es häufig um Rechnen und Umsetzen von Textaufgaben, um flüssiges Lesen, um Satzstellung und um korrekten sprachlichen Ausdruck. Die Fähigkeiten der Kinder sind so unterschiedlich wie die Kinder selbst.

Manchmal problematisch ist, dass die Helfer nicht die Autorität haben, wie sie die Lehrer haben oder die Eltern. Ebenfalls problematisch ist, dass die Kinder nach mehreren Stunden Schulunterricht nicht mehr die notwendige Konzentration aufbringen. Wir müssen daher mit sehr viel Geduld arbeiten und manchmal auch mit Spielangeboten locken.

An die Schule angeschlossen ist ein Hort, in dem die Kinder Mittagsverpflegung erhalten und anschließend ebenfalls bei den Hausaufgaben betreut werden. Der Hort hat sehr gute Kräfte und ist hervorragend organisiert. Die Schulleitung muss daher sorgfältig abwägen, ob ein Kind besser im Hort aufgehoben ist und dort die vielen Kontakte zu anderen Kindern hat -bei den meisten Kindern dürfte das der Fall sein- oder ob ein Kind von den Asylhelfern betreut wird, bei denen die Einzelbetreuung im Vordergrund steht. Die Asylhelfer wollen auf keinen Fall im Wettbewerb zum Hort stehen, sondern nur bei speziellen Kindern ergänzende Unterstützung bieten.

Nach zwei Schuljahren wollten wir Zwischenbilanz ziehen und mit den verschiedenen Lehrern der betreuten Kinder über Erfolge und Misserfolge sprechen Und wir wollten natürlich wissen, ob wir weitermachen sollten.

Die von den Lehrern erwähnten Erfolge sind unterschiedlich. Bei einigen Kindern wurden die Kontaktängste abgebaut und sie sind jetzt besser integriert. Bei anderen gibt es Fortschritte beim Lesen und beim sprachlichen Ausdruck. Beim Rechnen wurde Verständnis für im Text formulierte Aufgaben gefördert. Und natürlich wurde für komplette und fehlerfreie Hausaufgaben gesorgt.

Die Schulleitung und die Lehrer haben sich dafür ausgesprochen, dass die Betreuung weitergeführt wird, da die Ergebnisse überwiegend positiv zu bewerten sind. Das wiederum war für die Helfertruppe motivierend und die Fortsetzung wurde sichergestellt.